Gerhard Hoehme - Ausstellung und Sonntagsführung in den Museen

Werk des Künstlers Gerhard Hoehme
Gerhard Hoehme, Nervöses Umbra. Gelbes Bild, 1958, Märkisches Museum Witten, Foto: Eric Jobs © VG Bild Kunst Bonn 2020.

Die Galerie der Stadt Lüdenscheid zeigt aktuell und noch bis Sonntag, 15. November, eine Ausstellung zum umfangreichen Werk des vor 100 Jahren geborenen Künstlers: "Gerhard Hoehme - meine Sehnsucht war der weitere Raum...". Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Kunststiftung Lüdenscheid und der Gerhard und Margarete Hoehme Stiftung Düsseldorf entstanden. Am Sonntag, 20. September, um 15 Uhr gibt Dr. Carolin Krüger-Bahr in einem begleiteten Rundgang einen Einblick in Hoehmes Gesamtwerk.

Hoehmes Arbeiten zeichnen sich vor allem durch seine ganz eigenständige Deutung von Farbe aus. Für ihn dient die Farbe nicht allein zur Bezeichnung eines Gegenstandes, sondern wirkt als künstlerisches Material, das den Malgrund verlässt, auch in den Raum hinein - etwa in Gestalt seiner typischen bemalten Schnüre, die in den Betrachterraum ragen.

Zu Beginn der Führung werden die Kontaktdaten der Teilnehmer aufgenommen und temporär gespeichert, um die Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten zu gewährleisten. Ebenso gelten die üblichen Hygienemaßnahmen wie das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und die Desinfektion der Hände. Für die Führung wird ein Kostenbeitrag von 2 Euro erhoben. Die nächste Führung findet am Sonntag, 4. Oktober, statt.

Hintergrund zur Ausstellung:

Zum Bestand der Kunststiftung Lüdenscheid zählen mehr als 50 druckgrafische Arbeiten Gerhard Hoehmes. Zuletzt kamen Werke aus Privatbesitz hinzu, die der Städtischen Galerie nun als Dauerleihgabe zur Verfügung stehen. So ergab sich für dieses Jahr die sinnvolle Gelegenheit, beide Anlässe zu nutzen, und den Blick erneut auf Gerhard Hoehme und dessen Werk zu lenken.

Bereits 1981 wagte der damalige Galerieleiter Uwe Obier unter dem Titel "Gerhard Hoehme. Visuelle Instrumente - Bilder aus den Jahren 1962-1969" in den damaligen Ausstellungsräumen des Alten Rathauses in Lüdenscheid die öffentliche Diskussion über eine der bemerkenswertesten und eigenständigsten künstlerischen Positionen der deutschen Nachkriegszeit.

Heute ist es aufgrund der Zusammenarbeit mit der seit 1998 bestehenden Hoehme-Stiftung in Düsseldorf und weiterer Leihgaben aus öffentlichem und privatem Besitz gelungen, die Auswahl der Arbeiten im Sinne des Gesamtwerkes Hoehmes auszuweiten.

Lüdenscheid, 15.09.2020